Grundschule Gunzenbach

Die Schule im Grünen: Unser Schulort Gunzenbach im Hutzelgrund liegt in den nordwestlichen Ausläufern des Spessarts in einem von Nordwest nach Südost ziehenden Tal, welches von den südlichen Ausläufern des Hahnenkamms eingeschlossenen ist. Der Hahnenkamm befindet sich auf einer Höhe von 435,5m über NN und ist in etwa einer Stunde zu Fuß zu erreichen.

Die Grundschule Mömbris-Gunzenbach bietet folgende Schulformen an:

  • Jahrgangsgemischte Klassen (1.+2. – 3.+4. Klasse)
  • Mittagsbetreuung (bis 14 Uhr)

Der Schau- und Lehrgarten der Schule umfasst 20 Pflanzbereiche mit über 700 verschiedenen Pflanzenarten und -sorten. Schwerpunkte sind die Wildfrüchte- und die Rosensammlung. Der Garten wurde seit 2005 mit viel Liebe und Engagement von Kindern, Lehrern, Eltern und ehrenamtlichen Helfern angelegt. Mit zahlreichen Aktivitäten, Arbeitseinsätzen, Projekten, Festen und Veranstaltungen rund ums Jahr pflegen die Kinder der Grundschule Gunzenbach ein enges Verhältnis zu ihrem Schau- und Lehrgarten.

Über Gunzenbach

Gunzenbach liegt im Hutzelgrund im Vorspessart, auf einer Höhe von 257 m ü. NN zwischen Rappach und Hohl. Nördlich von Gunzenbach befinden sich die Dörfer Molkenberg und Angelsberg sowie südöstlich Rothengrund und bilden zusammen den Hutzelgrund. Das Kirchdorf hat 590 Einwohner und eine Gemarkungsfläche von 151,62 Hektar. Westlich von Gunzenbach befindet sich der Berg Scharfenstein und im Osten der Steinberg. Durch den Ort verlief bis 2011 der Degen-Weg.

Hutzelgrund?

Der Name Hutzelgrund rührt vom Herstellen von Dörrobst (= Hutzeln) her, das die Bauern in dieser Region für den Wintervorrat benötigten.

Flexible Grundschule und jahrgangsgemischte Klassen in Gunzenbach

 

Seit dem Schuljahr 2010/11 unterrichten wir in Gunzenbach in jahrgangsgemischten Klassen 1/2 und ein Jahr später auch in 3/4.

Zum Schuljahr 2016/17 haben wir zudem das Schulprofil „Flexible Grundschule“ erworben.

 Was bedeutet das Schulprofil „Flexible Grundschule“?

  • Kinder mit Lernschwierigkeiten oder auch entwicklungsverzögerte Kinder können die jahrgangskombinierte Klasse 1/2 drei Jahre lang besuchen, ohne die gewohnte Lerngruppe zu verlassen und ohne, dass es als „Wiederholen“ gilt.
  • Begabte Kinder bekommen die Möglichkeit, zwei Schuljahre in einem Jahr zu durchlaufen.
  • Die Schule erhält zusätzliche Lehrerstunden zur Differenzierung und Förderung.

Weitere Informationen zur „Flexiblen Grundschule“ unter: http://bildungspakt-bayern.de/wp-content/uploads/2015/03/flexGrundschule_web100.pdf

jahrgangsgemischt – was heißt das eigentlich?

  • Kinder der ersten und zweiten (bzw. dritten und vierten) Jahrgangsstufe werden zusammen in einem Klassenraum unterrichtet
  • gemeinsamer Unterricht…
  • aber auch individuelle Förderung in Kleingruppen
  • Kinder lernen voneinander und miteinander

jahrgangsgemischt – wie geht das?

  • Lehrer haben die Aufgabe, den Unterrichtsstoff für zwei Jahrgangsstufen aufzuarbeiten
  • in der Regel gemeinsamer Stundeneinstieg, dann unterschiedliche Arbeitsaufträge, gemeinsames wertendes oder besinnendes Ende
  • verstärkter Einsatz „offener Unterrichtsformen“ wie Wochenplanarbeit, Lernen in Bausteinen, Werkstätten- und Projektarbeit
  • Kinder helfen sich gegenseitig
  • Lernen in Kleingruppen in „Differenzierungsstunden“

Vorteile der Jahrgangsmischung

  • Kinder fungieren als „Helfer“, das steigert das Selbstwertgefühl und führt zu einer Verinnerlichung des Unterrichtsstoffes, indem das Thema mit eigenen Worten verbalisiert wird.
  • Kleinere lernen von größeren Kindern. Das fördert die Lernmotivation („nacheifern“).
  • „Um Hilfe bitten“ und „Helfer sein“ fördert Sozialkompetenzen wie Rücksichtnahme, Geduld und Offenheit.
  • Dadurch wird der Blick „über den Tellerrand“ möglich.
  • Offene Unterrichtsformen erlauben ein individuelles Lerntempo und ein Lernen auf individuellem Leistungsniveau.
  • Förderung der Selbstständigkeit durch selbstständiges Lernen wird zum Unterrichtsprinzip.
  • Selbstkontrolle der eigenen Arbeit fördert „genaues Hinschauen“ und „Reflektieren über das eigene Lernen“.
  • Lehrkraft hat in den offenen Unterrichtsformen Gelegenheit, einzelne Kinder zu beobachten und individuelle Hilfen zu geben.
  • Zusätzliche Differenzierungsstunden können auch für den Unterricht im Lehrerteam genutzt werden („Team-Teaching“).
  • Die empfohlene Klassenhöchststärke ist bei jahrgangsgemischten Klassen niedriger als in Regelklassen.

Nachteile der Jahrgangsmischung – die gibt es auch 😊!

  • Die Dominanz von eigenständigem Lernen überfordert anfänglich manche Kinder.
  • Die eigene Zeiteinteilung in offenen Unterrichtsformen fällt einigen Kindern zum Teil schwer.
  • Die gemeinsame Reflexion der Arbeitsergebnisse ist in „Jami-Klassen“ schwieriger, weil die Kinder an unterschiedlichen Aufgaben arbeiten.

Probleme, die meist nach kurzer Zeit verschwinden –

denn „die Großen“ helfen „den Kleinen“!!!

Was sagen empirische Untersuchungen?

Kinder aus jahrgangsgemischten Klassen…

  • …liegen in ihren Leistungen auf mindestens gleichem Niveau wie Kinder aus Regelklassen.
  • …liegen im Sozialverhalten deutlich über dem Niveau von Regelklassen.
  • …wagen sich schneller an schwierige Probleme.
  • …entwickeln stärker Selbstständigkeit und Lernverantwortung.
  • …lachen andere Kinder seltener aus.
  • …prahlen seltener mit ihrem Wissen.