In der Woche vom 08. bis 12. Juli 2019 fand an unserer Schule eine Projektwoche mit dem Thema „Eine wunderbare Reise um die Welt“ statt.

Begleitet wurde diese Projektwoche von zwei Workshops, die im Verlauf der Woche für alle Klassen angeboten wurden. Zum einen handelte es sich um einen Trommelkurs und zum anderen um den Workshop „Dotpainting“.

Zunächst wurden in den einzelnen Klassen die Trommeln verziert. Manche Klassen bemalten diese, andere wiederum beklebten sie ausdrucksstark mit Tapete.

In den Trommelworkshops bei Janice Höber-Filz hieß das – „Hände zur Hand!“. Extrem motiviert waren die SchülerInnen aller Klassen dabei, als sie in jeweils einer Doppelstunde trommeln, singen, sich bewegen und Körperpercussion erproben durften. Dieses Erlebnis wurde bezahlt vom Förderverein und gipfelte im beeindruckenden gemeinsamen Auftritt unter der Leitung von Richard Filz beim Schulfest am Samstag. Der Kauf der Schülertrommeln wurde von der OLE-Gruppe und dem Elternbeirat finanziell unterstützt, zudem schaffte die Gemeinde Trommeln für den Verbleib in der Schule an.

Dotpainting ist eine Maltechnik der australischen Ureinwohner, der Aborigines. Dieser Workshop bot allen Schülern die Möglichkeit, einen Stein mit dieser Technik nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Durch die Individualität jedes Steines konnten beim Schulfest viele Schüler ihr Kunstwerk auf Anhieb inmitten der fast 300 ausgestellten Steine wiedererkennen. Darüber hinaus erfuhren die Schüler an unterschiedlichen Stationen mehr über das Land Australien und die Kunst der Aborigines.

Beim anschließenden Schulfest, am 13.07.2019 zeigten dann alle Klassen, was sie während der Projektwoche gelernt bzw. erarbeitet hatten. Nachdem unsere Rektorin, Frau Glaab, die Elternbeiratsvorsitzende, Frau Sommer und der Bürgermeister der Marktgemeinde Mömbris, Herr Wissel die zahlreichen Besucher des Schulfestes offiziell begrüßt hatten, begeisterten alle Schüler der Ivo-Zeiger-Grundschule Mömbris ihre Gäste mit einer Trommelaufführung. Die Kinder waren äußerst  konzentriert bei der Sache.

 

Anschließend präsentierten einige Klassen bzw. Arbeitsgemeinschaften ihr Können bei den Aufführungen, die in der Turnhalle auf der Bühne stattfanden. Die Chorkinder aus der ersten und zweiten Klasse unterstützten den Chor der Klasse 1c und starteten die Aufführungen mit zwei afrikanischen Liedern. Die Theatergruppe der Ivo-Zeiger-Grundschule hatte während des gesamten Schuljahres eifrig geprobt und konnte so das Märchenstück „Rumpelstilzchen“ aufführen. Die Schauspieler der dritten und vierten Klassen wurden in den gut besuchten Vorstellungen mit reichlich Applaus belohnt. Im vergangenen Schuljahr hatten die Kinder der zweiten, dritten und vierten Ganztagsklasse die Möglichkeit, eine Akrobatik-AG zu besuchen. Am Schulfest präsentierten die Schüler verschiedene Menschenpyramiden, die sie im Laufe des Schuljahres gelernt hatten. Die Schüler der Klassen 3aG, 3b und 3c nahmen während der Projektwoche an einem Tanzworkshop teil. Das Ergebnis ließ sich bei der Aufführung am Schulfest wahrlich sehen. Getreu dem Motto wurde auf das spanische Lied „la libertad“ von Alvaro Soler und auf das französische Lied „cool“ von Kendji Girac getanzt. Ihren ersten Auftritt hatte die neu gegründete Lehrerband beim Schulfest mit den zwei Liedern „Somewhere over the rainbow“ und „Heal the world“.

In den verschiedenen Klassenzimmern gab es Ausstellungen bzw. Mitmachstationen.

Im Klassenzimmer der 1aG wurde gezeigt, aus welchen Ländern viele unserer Lebensmittel kommen. Anhand einer Landkarte, auf der rote Fäden gespannt waren, stellten die Erstklässler beeindruckend dar, welchen enormen Weg manche Lebensmittel zurücklegen, bis wir sie im Laden kaufen können. Schwerpunkte der Woche waren Umwelt- und Naturschutz sowie Nachhaltigkeit. Die Kinder zeigten, wie bedeutend es für unsere Umwelt ist, regionale und saisonale Produkte zu essen.

Die Klassen 1b und 1c begaben sich auf eine Reise nach Afrika. Dort lernten sie afrikanische Tiere und das ghanaische Märchen „Das Lied der bunten Vögel“ von Kobna Anan kennen. Sie bastelten Halsschmuck nach Art der Massai, sangen afrikanische Lieder und gestalteten gemeinschaftlich ein Dschungelposter.

Die 2. Klassen durchliefen während der Projektwoche vier Stationen. Sie beschäftigten sich mit Afrika und lernten, afrikanische Tiere zu zeichnen. Aus kleinen Schachteln stellten sie Rasseln her und verzierten diese mit kleinen Tierbildern. Außerdem beschäftigten sie sich mit „Sportspielen aus aller Welt“, wie zum Beispiel „Torwächter“ aus Afghanistan oder „Fang den Stock“ aus Ägypten. Beim Schulfest wurden im Klassenzimmer der 2b „Brettspiele aus aller Welt“ zum Ausprobieren angeboten sowie in der Klasse 2c Themen zu Europa.

Die Schüler der Klasse 3aG beschäftigten sich mit indianischen Bräuchen und bastelten ihre individuell gestalteten Traumfänger. Diese konnten am Schulfest in den Klassenzimmern bewundert werden.

Einen mexikanischen Glücksbringer, den „Ojo de Dios“, lernten die Kinder der Klasse 3b kennen, der traditionell vom Vater für das Kind zur Geburt angefertigt wird. Die Kinder durften hier auch selbst aktiv werden und gestalteten farbenfrohe Augen Gottes. Zusätzlich suchten sie viele Informationen über das Land heraus und präsentierten eine informative Wand zu Kultur, Natur und vielem mehr. Eine mythologische Geschichte über die Entstehung der Sonne rundete die mexikanisch geprägte Woche ab.

 

In der Klasse 3c beschäftigten sich die Schüler während der Projektwoche mit den Ländern des ehemaligen Jugoslawien.

Die Klasse 4aG informierte in ihrem Klassenzimmer über das Land Brasilien. Das Leben eines Schuljungen im Regenwald, in Brasilien beheimatete Tiere und die Funde brasilianischer Edelsteinsucher standen dabei im Mittelpunkt.

Voll Freude und mit großem Enthusiasmus setzte sich die Klasse 4b mit folgenden Fragen auseinander: Wo wohne ich? Was gefällt mir und worauf möchte ich in meiner Wohnumgebung nicht verzichten? Wie sieht die Wohnsituation der Kinder dieser Welt aus und welchen Bedingungen passen sich die unterschiedlichen Behausungen an? Die Kinder kennen nun die Zelte der Inuit, die Schilfhäuser der Menschen auf dem Titicacasee und vieles mehr. Sie wissen auch, dass nicht jedes Kind auf dieser Welt eine Wohnung hat.

Die Klasse 4c beschäftigte sich mit der Frage, wie die Kinderrechte in sämtlichen Ländern respektiert werden. Hierzu gestalteten sie in Kleingruppen Plakate, auf denen sie übersichtlich darstellten, wie Kinder in ausgewählten Ländern leben und wie ihre Rechte berücksichtigt oder eingeschränkt werden. Mit Staunen stellten die Schüler fest, wie selbstverständlich sie manche ihrer Rechte nehmen, wobei es Kinder in anderen Ländern durch die Kinderarbeit deutlich schwerer haben.

Während im Musikraum ein Stand peruanische Handarbeiten zum Kauf anbot, konnten die Gäste im Computerraum Rätselspiele zum Thema „Europa“ ausprobieren. Bei der Arbeitsgemeinschaft „Kochen“ durften Kinder und Eltern Brote aus aller Welt kosten und deren Bestandteile erraten.

Essensstände auf dem Pausenhof, an denen vom Elternbeirat und unserem Förderverein allerlei Köstlichkeiten angeboten wurden, rundeten das gelungene Schulfest ab.